...
die Mühle         ausfliegen        Feste feiern         der Garten

WASSERMÜHLE RÖBLINGEN AM SEE
DIE PROVENCE IM MANSFELDER LAND

                                    demnächst / Landkultur





  

Von oben gesehen ein Bauernhof in einem großen grünen Fleck Natur.


  

Es fühlt sich an, als sei die Zeit stehen geblieben. Das Mühlengebäude bildet den Mittelpunkt eines Ensembles mit Stallungen und kleineren Schuppen, die zusammen einen sonnigen, mit Granit gepflasterten Hof begrenzen, der durch die sonderbare Mischung von mittelalterlichen, vorindustriellen und skulpturalen Elementen eine sehr spezielle und vereinnahmende Ästhetik erlangt.


  

Als Mühle des Freigutes Unterröblingen wurde sie 1580 erstmals urkundlich erwähnt und ist in ihrer jetzigen Form 1680 aus Sandsteinen erbaut. Die historischen Mühlenräume und deren Technik aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts sind nahezu komplett und unverändert erhalten.


  

Die Stallungen und Schuppen auf dem Mühlenhof wurden und werden nach und nach liebevoll restauriert und ermöglichen eine vielfältige kulturelle Nutzung der Räume.


  

Sehr unerwartet in dem sonst recht amorphen Charme ist die Offenbarung der großzügigen Sanitäranlagen mit Duschen und mehreren Toiletten.


  

Der Kulturraum ist multifunktional angelegt und die Einrichtung flexibel. Von Party mit Tanzfläche bis zu Vortrag, Kino oder einer großen Tafel ist hier vieles denkbar.


  

Insgesamt ist er 15 m lang und 5 m breit.


  

Die alte Hofküche wurde modernisiert. Sie ist mit einer großen Spüle, zwei Herden, sehr viel Platz und umfangreich ausgestattet und ermöglicht die Zubereitung von Mahlzeiten auch für viele Gäste.


  

Auf dem Schlafboden können 22 Gäste sehr großzügig übernachten. Teilweise in Hochbetten, auf Liegen oder auf Matratzen, die man sich dort hinlegt, wo man gern schlafen möchte. Das Foto zeigt den vorderen Bereich, in dem sich auch eine Spüle, eine Toilette und ein großer Tisch befindet.


  

Am Ende des vorderen Bereichs verlängert sich der Raum im rechten Winkel und es folgen noch zwei weitere Bereiche.


  

Ein Höhepunkt ist unsere geräumige Sauna. Sie wird mit einem Holzofen von außen beheizt. Es wurden auch schon 12 Personen beim gemeinsamen saunieren gezählt, aber entspannt Platz haben ungefähr 6 Gäste.


  

Der Hof selbst ist der schönsten Orte. Eingetaucht in stimmungsvolles Licht hat er schon sehr vielen Abenden und Nächten zur Vollkommenheit verholfen.


  

Die Borkensteins waren die letzte Müller-Familie und unter deren Namen die Mühle bis heute im Ort bekannt ist. Die Mühle war bis in die frühen 70-er Jahre des letzten Jahrhunderts in Betrieb und wurde später durch einen Elektromotor angetrieben, weil durch eine Flussbegradigung 1953 der Mühlgraben versiegte. Die alte Mühlentechnik aus dem Jahr 1931 ist zum großen Teil erhalten und seit dem Mühlentag 2015 dreht sich der Schleifringläufermotor wieder.


  

Um 1500 lag von Querfurt bis zum See eine große Anzahl Mühlen. Eine der kleinsten Mühlen war die von Oberröblingen am See, an der Stelle, wo die Heerstraße die Waida überschritt. In der Mitte des 16. Jahrhunderts verfiel sie.


  

Am 1. November 1583 bat Kurfürst August von Sachsen den Administrator Joachim Friedrich, seinen Vorstehern des Hospitals zum heiligen Geist vor Eisleben, die Erlaubnis zum Aufbau dieser Mühle zu geben. Dem Administrator kam dieser Wunsch ungelegen, da er erst kurz zuvor die Beseitigung dieser Mühle durchgesetzt hatte und schlug dem Kurfürsten in einem höflichen Schreiben vom 19. Februar 1584 die Bitte ab.


  

1679 übertrug Salomon Victor von Schönitz sein Recht zur Erneuerung der Mühle dem Müllermeister Christoph Elias Steinert aus dem Amte Querfurt. Dieser erbaute sie im folgenden Jahre (1680). Er musste auch die Waidabrücke steinern aufbauen. So hieß die Mühle fortan "Brückenmühle" und Steinert war der erste Brückenmüller.
aus: DIE HERRSCHAFT RÖBLINGEN ,Verlag von Ernst Schneider, Eisleben-Lutherstadt, 1931


Impressum/Kontakt          Galerie         Anreise        home